Archiv 2020

Meeting von Donnerstag, 24. September 2020

Der Krisenstatus des Schweizer Sports

 

Die Mitglieder des Panathlon Clubs Aargau trafen sich nach der Corona bedingten halbjährigen Pause wieder zu einem Themen-Anlass. Mike Kurt, Mitglied des Exekutivrates von Swiss Olympic und Präsident von Swiss University Sports, informierte über die sportlichen Auswirkungen der Pandemie.

 

Offensichtlich haben den Mitgliedern des Panathlon Clubs Aargau die regelmässigen Meetings gefehlt. Mit 20 Teilnehmenden war der erste Anlass nach dem Stillstand erfreulich gut besucht und die Anwesenden hatten ihr Kommen nicht zu bereuen. Swiss Olympic wurde eingeladen, um über die Auswirkungen und die Zukunft des Schweizer Sports in der aktuellen Krise zu berichten. Nach Oberentfelden ins Panathlon-Clublokal Hotel aarauWEST entsandt wurde Exekutivratsmiglied Mike Kurt (Solothurn). Er ist gleichzeitig Präsident von Swiss University Sports und zählte über Jahre bei den Kanuten weltweit zu den Besten. Mit drei Olympia-Teilnahmen (Athen, Peking und London) und vielen weiteren Titelkämpfen kennt der 40-jährige ehemalige Spitzenathlet die Anliegen der Sportlerinnen und Sportler bestens. Ein Porträtfilm deckte auf, dass ihm eine Olympia Wildwasser-Medaille in London dank einem unglücklichen Paddelbruch verwehrt geblieben ist. Eher trocken, aber auf alle Fälle für alle neu, waren die Informationen zum Stabilisierungspaket des Schweizersports infolge der Corona-Massnahmen. Was finanziert wird, wie die Quoten berechnet werden und welche Grundlagen einzureichen sind zeigt auf, welche administrative Herausforderung anstelle von Sportveranstaltungen getreten ist. Im Februar 2021 hätte in der Innerschweiz die Winter-Universiade stattfinden sollen, welche abgesagt wurde. Die Organisatoren sind zusammen mit dem Hochschulsportverband, dessen Präsident Kurt ist, gefordert, eine Verschiebung oder die vollständige Absage zu prüfen. Die Aussetzung praktisch aller Titelkämpfe mit neuen Durchführungsdaten führt unweigerlich zu einem Stau in den kommenden Jahren. Deshalb ist das Risiko gross, dass die Universiade in Luzern auf Papier geplant und mit hohem finanziellem Verlust in Erinnerung bleibt.

 

Der Ausstieg aus dem Lockdown

In erster Linie für Athletinnen und Athleten ist der Sportstillstand harte Kost. Keine Wettkämpfe, Training ohne Ziele, Time-Out in der Karriereplanung, Rücktritt wegen Olympia um ein Jahr verschieben, fehlende Einnahmen und vor allem eine grosse Unsicherheit für das nächste Jahr machen Sorgen. Swiss Olympic ist deshalb an verschiedenen Fronten aktiv. Einerseits muss die Behebung des finanziellen Schadens sehr aufwendig koordiniert werden und anderseits der Sportbetrieb mit internationalen und nationalen Wettkämpfen wieder auf Touren kommen. Zudem müssen Sportlerinnen und Sportler mit ihrem Trainerstaff besonders gepflegt und betreut werden. Die Mitglieder des Panathlon Clubs Aargau erlebten Mike Kurt als engagierten Funktionär mit Sportlerblut und hoher Herzfrequenz für die aktuelle Situation. Dabei vergisst er auch den Blick nach vorne nicht und forderte die Anwesenden auf, für Olympische Winterspiele in der Schweiz zu kämpfen. «Das beste für den Sport sind Wettkämpfe und Anlässe mit nachhaltiger Wahrnehmung auf der ganzen Welt», führte Kurt aus. Die Schweiz könne die ökologischen und organisatorischen Ansprüche erfüllen. Der Sport brauche gerade jetzt Perspektiven und dafür sind sportliche Ziele das beste Rezept.

 

                                                                                                                      Marcel Suter

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Der ehemalige Weltklasse-Kanute Mike Kurt informierte als Exekutivratsmitglied von Swiss Olympic über die aktuelle Lage im Schweizer Sport.                           

 Bild: Marcel Suter

Bericht Panathlon-Anlass vom 27. Februar 2020

 

Aarefische brauchen Wasser

 

Die Mitglieder des Panathlon-Clubs Aargau trafen sich zum ersten Anlass nach der Jahresversammlung im neuen Jahr. Thema war Schwimmen und als Referent gab Cheftrainer Dirk Thölking vom Schwimmclub Aarefisch einen eindrücken Einblick in den Trainingsbetrieb.

Der Schwimmclub Aarefisch zählt heute zu den führenden Nachwuchsstützpunkten der Schweiz. Der Verein richtet seine Aktivitäten auf Leistungs- und Breitensport aus und fördert intensiv den Schwimm- und Springernachwuchs. Dabei unterstützt er seine Athletinnen und Athleten in den Olympischen Sportarten Schwimmen, Wasserspringen und Open Water. Zur noch besseren Betreuung der Athletinnen und Athleten wurde im Oktober 2018 das Argovia Aquatics Center (AAC) gegründet. Das Center bietet für talentierte Schwimmer ab Kidsliga in der Region im Nachwuchsbereich ideale Trainingsvoraussetzungen, welche auf die Vorgaben von Swiss Swimming und Swiss Olympics abgestimmt sind und Athleten auf eine nationale und internationale Schwimmkarriere vorbereiten. Jahrgangsrekorde, Meisterschaftsbestzeiten und unzählige Medaillengewinne an Nachwuchs- und Juniorenmeisterschaften unterstreichen die hervorragende Arbeit des Trainerstabes unter der Leitung von Profi-Trainer Dirk Thölking.

 

Hauptsorge: Wasser

Wie kann der Erfolg des Schwimmclubs Aarefisch begründet werden, wenn das Trainingsmittel Wasser besonders in den Wintermonaten in ungenügender Form zur Verfügung steht? Thölking ist ein Meister der Planung und Koordination. Trainingszeiten morgens ab 6 Uhr sind keine Seltenheit und Reisen zu Becken befreundeter Vereine gehören zur Tagesordnung. Aber auch in Sachen Trainingslehre ist der Diplom-Trainer des Deutschen Olympischen Sportbundes mit Bachelor der Sportwissenschaft und in aktueller Ausbildung zum Master der Sportpsychologie nicht verlegen. Seine Ausführungen überzeugten und beeindruckten die 20 anwesenden Panathletinnen und Panathleten sehr. Eine Verbesserung der Infrastruktur für das Wintertraining soll es mit der geplanten Überdachung des Freibades Suhr-Buchs geben. Das Projekt liegt aktuell auf dem politischen Tablett der Gemeinden von Aarau Regio und die Standortgemeinde hat sich mit dem Baugesuch zu beschäftigen. Im abschliessenden Talk fanden einige Panathletinnen und Panathleten unterstützende und aufmunternde Worte für die sportlichen Pläne und die baulichen Wünsche der Aarefische. 

 

 

 

 

 

 

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Cheftrainer Dirk Thölking betreut mit Leidenschaft und Können den Trainerstab sowie Athletinnen und Athleten des Schwimmklubs Aarefisch Aarau.                                                                                            Bild: zVg.